Ergebnisanalyse der niedersächsischen Kommunalwahlen 2021

Mit einem sinkenden Bundestrend war nicht allzuviel zu erwarten. So können wir insgesamt eigentlich froh sein, dass wir nur von 3,3% auf 2,8%, also ca. ein Siebtel unserer Stimmen, verloren haben. Dennoch kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Linke in Niedersachsen weiterhin kaum in der Fläche verwurzelt ist.

Bei den tatsächlichen Ratssitzen ist der Verlust noch etwas größer, hier haben wir mehr als jeden 5. verloren – wenn auch immerhin in Lüchow-Dannenberg und Heidekreis wenigstens je einer dazu gewonnen werden konnte.

Demgegenüber stehen allerdings in vielen Gemeinden Zugewinne auf niedrigerer Ebene – in Stadt-, Orts-, und Gemeideräten. Das lässt sich auf eine breitere Aufstellung zurückführen, die ein wenig Hoffnung weckt. Gerade unter den jüngeren Genoss*innen haben sich dieses Mal sehr viele auf Kommunalmandate beworben. Außerdem können wir stolz darauf sein, die viel größeren Verluste aus dem Bundestrend offenbar zu nennenswerten Teilen abgefangen zu haben.

Trotzdem gibt das alles nicht so Recht Rückenwind für die anstehenden Landtagswahlen 2022. Vereinzelte Stimmgewinne stehen großflächigen Verlusten gegenüber. Linke Hochburgen sind nach wie vor wenige und meist größere Städte, wo die Linke ohnehin eher ihre Basis hat. Wenn wir als Linke in den Landtag einziehen wollen, dann werden wir 2022 wirklich alle Kräfte mobilisieren und alle an einem Strang ziehen müssen.